28. Januar 2012
1 Kommentar
Zwischen dem 70. Jahrestag der unheilvollen Wannseekonferenz der Nazis (Beschluss zur "Endlösung der Judenfrage" am 20.1.1942) und dem Gedenktag zur Befreiung des Vernichtungslagers Ausschwitz (26.1.1945) war die Eröffnung der Ausstellung der Klenck Dokumentation der Lamstedter Schülerinnen terminiert. Ungewohnt viele Interessierte Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung der Gemeinde Lamstedt gefolgt.
Gespannt verfolgten sie die Eröffnungsbeiräge von Werner Otten, Samtgemeindebürgermeister, Manfred Knust, Bürgermeister der Gemeinde Lamstedt, Frau Link-Fitschen, Schulleiterin der Lamstedter Schule "Am Hohen Rade", Herrn Döge, Geschichtslehrer der Schule, und den Schülerinnen Felek Bozan, Nivaashini Arulrajasinghan, Celina Junge, Jenniffer Schimmrich und Laura Heesen.
Beide Bürgermeister dankten der Schule, dem betreuenden Lehrer und insbesondere den Schülerinnen für ihren Einsatz. Sie wiesen darauf hin, dass das Leben Willi Klencks in Anbetracht der jetzt öffentlich bekannten Tatsachen neu bewertet werden müsste. Manfred Knust kündigte einen erheblichen Beratungsbedarf in den Fraktionen des Gemeinderates an. Eine Richtung gab er aber nicht vor.
Die Schulleiterin dankte der Gemeinde und ihrem Rat für das große Interesse und die Bereitschaft, die Ausstellung durchzuführen. Sie betonte die beson- dere Bedeutung des deutschlandweiten Netzwerkes "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", an der über 1000 Schulen mit rund 750 000 Schülerinnen und Schüler beteiligt sind. Bereits im Juli 2004 hat sich die Lamstedter Schule diesem Netzwerk angeschlossen.
Herr Döge wies eindringlich darauf hin, dass im Sinne nachfolgender Generationen die Vergangenheit, auch mit ihren Schrecken, nicht vergessen werden darf.
Die Schülerinnen erklärten ihre Betroffenheit bei der Erforschung nationalsozialistischer Untaten unter rassenpolitischen Motiven. Sie erläuterten mit einem klaren Bild, weshalb sie sich "Zebras" nennen:
"Jedes Zebra ist ein Einzelwesen, und zwar dadurch, dass es eine Fellzeichnung besitzt, die kein anderes Zebra jemals hatte oder jemals haben wird. Und trotzdem gehört jedes einzelne Tier der Familie der Zebras an. Genauso ist es mit uns: Wir Menschen sind alle verschieden, aber am Ende gehören wir doch nur dieser einen Menschenfamilie an."
Der Umfang und die Gründlichkeit der Schülerarbeit zeigt sich besonders in einer Ausstellung historischer Schriften und Bücher aus "brauner Zeit", die in besonderen Vitrinen anzusehen sind. Hier wird eindeutig klar, wie umfangreich nationalsozialistischer Rassenwahn in alle Lebens- und Arbeitsbereiche eingriff..
Einer der Schaukästen
Jeder Bürger Lamstedts und darüber hinaus sollte sich diese Austellung ansehen. Nur so kann er die zweite und bisher unbekannte Seite des Willi Klenck erkennen und sich ein Urteil bilden.
Weiter Informationen finden Sie unter der Internetadresse: www.oste.de
Zu www.oste.de:
Bildung und QualifikationKommunalpolitikMenschenrechte
1 Kommentar zu Die Ausstellung der Willi Klenck Dokumentation im Lamstedter Rathaus eröffnet
helmut Helck
1
am 22. Februar 2012 um 20:19 Uhr
Wilhelm Klenck ist tot ! Er kann sich auch nicht mehr verteidigen und leider sind auch keine Zeitzeugen greifbar, die das verwaschene Bild seiner Widersacher ueber die damalige Epoche nicht mehr loeschen und auch nicht zumindest einige derer zahlreichen Argumente noetingfalls entkraeften koennten.
Ausserdem; Wieviel konkrete Faelle von Denunziationen liegen vor,die definitiv und ausschliesslich aud den Nachforschungen des Willhelm Klenck basieren? daher waere es fuer die heutigen Agitoren, die mit aller Macht und ueber eine progagierte"braune Vergangenheit" das Erbe des Willhelm Klenck in den Schmutz ziehen wollen,ratsam, sich auch einmal ueber den o.g. protetiellen Verlauf seiner damaligen Lebensphase Gedanken zu machen,ehe man ueber ihn "den Stab bricht" !
Helmut Helck
521 E.New York N/Y 10009
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